Safari ins schönste Land der Welt

+++Neueste Beiträge: Ein Wintertag in Veitshöchheim: Wein- und Fastnachtsort mal anders; Das Regensburger Bürgerfest: Herrschaftliche Hinterhöfe und fantastische Feierei; Nürnberger Geschmacksvariationen: Vom Club Weggla, Espresso-Pfeffer-Cocktail und Schäuferle+++

Bayern, ein Land, eine Idee. Zwischen strahlender Vision, spannender Surrealität und deftiger Sehnsucht. Ein Ort, an dem Utopie Wirklichkeit wird, und die Wirklichkeit in die Utopie einfließt. Eine Gemütlichkeit, eine Heimat, ein Ruhepunkt. Ein Ort für Licht und Schatten. Für helle Barockkirchen und mysteriöse Sagenwelten. Für Wein-, Bier- und Mineralwassertrinker. Für Papst und Polt. Für Neuschwanstein und Neuperlach. Für königstreue Sozialdemokraten und planwirtschaftliche Christsoziale. Für Franken, Altbayern, Pfälzer und Schwaben. Für alle Menschen guten Willens.

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Was ist in Bayern besonders zu empfehlen? Welche Originale und Kuriositäten gibt es? Was ist das Gute, Wahre, Schöne? Die Antworten auf die Kernfragen der bayerischen Menschheit finden sich hier!

Oberpfalz

Keiner mag die Oberpfalz. Und die Oberpfälzer mögen auch keinen. Fortgehen kann hier lebensgefährlich sein. Andererseits backen wir uns eine ausgezeichnete Kneipe. In den Zoiglstuben eskaliert die Gemütlichkeit. Bei Hausmacherplatte und Zoigl erfährt man das Destillat des Bayerischen. Wir lernen, wie die Kommunbrauer das oberpfälzische Kult-Bier herstellen. Allerdings trübt der Zoff um den Zoigl die süffige Biersuppe: Privat- oder Kommunbrauer? Wer für das Kommunbrauhaus ist: Hier ein 10-Punkte-Plan, wie eine Stadt so etwas auf die Beine stellen könnte. Wenn eine Region von Abwanderung bedroht ist, hilft vielleicht der Superheld Gartenschau. Und der so genannten Natur kann man durch Kunst immer noch was auf die Rübe geben. Dabei brauchen wir doch Orte des Friedens, wie die Arche Basilika. Ein Besuch in einem Antiquariat in Köln beschert uns einen uralten Fetzen Papier und eine erstaunliche Führung im Tirschenreuther Schlosskeller. Wanderungen über die nahe Grenze gehen ins Nirgendwo. Wer Hunger hat, kann nach Regensburg fahren, da wird der Ranzen gefüllt – mehrfach! Die Stadt lässt sich auch prima für einen Junggesellinnenabschied nutzen. Ein Sternerestaurant und eine besondere Kaffeerösterei hat die Stadt ebenfalls, zu fairen Preisen. Auch zur Kirwa wagen wir den Kampf der Köstlichkeiten. Nüchtern sind wir auch unterwegs, und zwar auf einer Kneipentour durch Weiden. Musikalisch mausert sich die Region, wir feiern auf einem Electro-Festival. Über existenzielle Fragen denken wir im Kloster Speinshart nach. Wer braucht Steueroasen, um Kohle zu machen? In der Oberpfalz gibt’s die höchsten Zinsen für die besten Getränke: Hochprozentige Investments. Einen Weltrekordhalter besuchen wir ebenfalls, nämlich das älteste Wirtshaus der Welt. Die Oberpfälzer sind fleißige Krippenschnitzer, wir haben uns ein paar Gedanken dazu gemacht. Am Dorf gibt’s keine Discos, Kneipen oder gar Clubs für die Jugend. Hier trifft man sich im Heisl! Regensburg strotzt dagegen vor Clubs, sie verheißen unterirdische Dance-Freuden. Über die Ostertage in der Oberpfalz berichten wir ausführlich. Der Gasthof Prockl in Falkenberg stammt noch aus Kolumbus‘ Zeiten und versorgt mit ausgezeichneter Oberpfälzer Küche. Der Baierwein hat auch eine uralte Tradition, soll aber arg sauer sein. Auf dem Regensburger Bürgerfest finden wir herrschaftliche Hinterhöfe und ein südliches Feiergefühl.

Oberfranken

Genussland Oberfranken. Genießen, das können die Oberfranken. Und auch Tee trinken. Clubs können sie nicht. Dafür Kneipen. Die WG-Partys sind ein synästhetisches Gesamtkunstwerk, obwohl sie vom Aussterben bedroht sind. Wer’s naturverbundener mag, der darf auf den heiligen Berg der Franken mitwandern. Auch Frauen hämmern am Weltkulturerbe: Die Dom-Steinmetzin. Statt hoch hinaus geht’s hier unter die Erde: Die Weltkulturerbe-Wurzel ist der alte und neue Schatz Bambergs. Hof ist ja eher für seine Abwanderung bekannt. Doch Frauen mischen die Stadt mit bieriger Innovation auf. Gemütlichkeit und Natur paaren sich im Biergarten. Wir machen den Test! Der Ort Mürsbach ist ein so genanntes Golddorf, wir schauen und schmausen aufs vortrefflichste. Das vielleicht schönste Fest Bayerns ist die Bamberger Sandkerwa. Wir testen zunächst das Essen. Danach das Bier. Auch der Kerwa-Tag will gestaltet sein. Und schließlich schauen wir, was die Kerwa-Nacht zu bieten hat. Die Heimat der Ducks liegt in Oberfranken, wir besuchen Entenhausen in Schwarzenbach an der Saale. Kloster Banz ist vielleicht der schönste Ort in Bayern nach Neuschwanstein, doch hier wird heute noch Politik gemacht. In Coburg lernen wir etwas über Würste, Protestanten und das englische Königshaus. Fränkisches Fast Food in 400-jähriger Historie lässt jeden Schnellimbiss alt aussehen. Der goldene Löwe in Dörflas setzt an zum Sprung zu einem richtig tollen Lokal. Im Buttenheimer St. Georgenbräu schnabulieren wir ebenfalls trefflich, der Ort ist eine Mischung aus schön und scheps. Tracht Man heißt der urbayerischste Comic-Held aller Zeiten, und er kommt ausgerechnet aus Bamberg. Eine Tour nach Gößweinstein zeigt uns Schönes, aber auch Unausgegorenes. Die Limmersdorfer Lindenkerwa feiert auf einem jahrhundertealten Dancefloor und ist nationales, immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

Mittelfranken

Allmächt Digga! Krasse Einblicke in die Nürnberger Südstadt, die den homo bavaricus oeconomicus wieder zur Besinnung rufen. Dann zeigt uns ein Gastbeitrag, wer die Pantomimen, Akkordeonspieler und Straßenzeitungs-Verkäufer der Nürnberger Innenstadt sind. Physikalisch-historisch wirds auch noch, wir erfahren etwas über das Leben von Georg Simon Ohm. Der Szenekiez heißt Gostenhof, wir schauen ihn uns passenderweise mit Kinderwagen an. Dort untersuchen wir in zwei kultigen Bars, wie wichtig das Design für eine Kneipe ist. Die mittelalterliche Stadt Nürnberg hat durchaus auch südliches Flair zu bieten. Eine US-Kaffeehauskette hat sich in die besten Häuser am Platze eingemietet, auch in Nürnberg: Starbucks in Bayern. Nach Jahrzehnten erkennen auch die Tatort-Macher an, dass Franken zu Bayern gehört. Rothenburg ob der Tauber ist ein Reservat für die vergangene Grandezza Westdeutschlands. Rock im Park besuchen wir auch – leider mit so viel Rock’n’Roll, dass für Musik kein Platz mehr ist. Auf ein schnelles Weckla nach Nerrnberch, wo fränkische Kulinaristik und Großtstadt-Tristesse Nachbarn sind. Die Gostenhofer Kerwa ist zwar winzig, aber äußerst geeignet fürs Partyvolk. Nürnberg bietet einige Geschmacksvariationen, ob Club Weggla, raffiniertem Espresso-Pfeffer-Cocktail oder Schäuferle.

Unterfranken

Die Unterfranken können das, was die Oberfranken nicht können: Wein und Clubs. Das sollte genügen, oder? In Würzburg rocken wir ein Weinfest, in Escherndorf besuchen wir die besten Winzer der Welt. Bei einigen Weingütern kommen nicht nur der Gaumen, sondern auch die Augen auf ihre Kosten. Und natürlich lernen wir auch, wie Wein und Winzer entstehen. Für (Bei-)Fahrer sind drei Weingüter nahe der Autobahn zu empfehlen. Von Hangover geplagte Seelen finden Labsal in einer Wallfahrt, die aus einer Wirtshausschlägerei entstand. Der Humor wird im urigen Schelmenkeller wieder aufgeladen. Die 70er haben ihren besonderen „Charme“, etwa im Steinbachtalbäck in Würzburg. Im goldenen Würzburger Herbst lässt es sich trefflich mit goldenem Wein wandeln. Das dortige Bürgerspital lässt einen für die Oma trinken. Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld geht endlich vom Netz, allerdings wird das nicht so einfach für die Region. Hinter den sieben Bergen im Spessart liegt Lohr am Main, die Schneewittchenstadt. In der Nähe ist der Rothe Ochse in Rothenfels, eine der ältesten Weinstuben des Landes. Eine Reise an den Untermain untersucht, was für ein Volk die Ascheberscher eigentlich sind. In einem der ältesten Wirtshäuser Bayerns genehmigen wir uns ein stacheliges Weinmenü. Eine Weinreise von Gaibach nach Stammheim führt uns zu einem Riesenbocksbeutel und einer Verfassungssäule. Der kleine Ort Amorbach gilt als letzter Schwanzzipfel des bayerischen Löwen, ist aber sehr bedeutend für die Weltgeschichte. Kulinarische Historie in Sommerach finden wir in einem uralten Gasthod und einem ebenso antiken Weingut. Ein architektonischer Mashup findet sich im Ratskeller Würzburgs – natürlich kommt der Magen ebenfalls nicht zu kurz. Die Würzburger Residenz hat eine beeindruckende Geschichte und nicht minder beeindruckende Räume. Wir begeben uns von der Vogelsburg nach Iphofen auf eine Weintour zwischen Tradition und Moderne. Das Pompejanum in Aschaffenburg ist ein Bollwerk der bayerisch-römischen Kultur. Ein Wintertag in Veitshöchheim zeigt uns den Wein- und Fastnachtsort mal anders.

Oberbayern

Klischee-Bayern. Wir wagen den Blick hinter die Kulissen, z.B. im Dallmayr und zeigen, wie man sogar an einem Oktoberfest-Tag genießen kann. Wir klären den Mythos, ob das Jodeln wirklich unterm Dirndl entsteht. Für eine andere Tradition begleiten wir die erfolgreichsten Maibaumklauer des Freistaates. Während es um den G7 Gipfel zu Brodeln anfängt, laufen wir bei einer multinationalen Fronleichnamsprozesion mit. Nach dem Gipfel schauen wir uns in Garmisch-Partenkirchen um. Was bleibt, wenn Politiker, Polizisten und Protestler abgezogen sind? Willkommenskultur! Den Papst a.D. wollten wir daheim besuchen, er war leider nicht zu Hause. Wir lernen drei Bulgaren kennen, die in der Landeshauptstadt das Überleben suchen. Die Pfälzer Weinstube verweist in eine Zeit, in der Bayern auch am Rhein lag. Sein Eigentum (also den Masskrug) schützt der Bayer mit einer Biertracht. Das bayerische Ur-Instrument wird bei einer Alphorn-Bläserin geübt. München bietet Exotik aus aller Herren Länder, das gilt gerade für die Küche. Das führt sogar zu Obazdaschnitzel und Dönereis. Kreative Geister finden sich hier ebenso: Etwa einen U-Boot-Fahrer im Ampertal. Die Landeshauptstadt bietet sowohl Historisches als auch Hipster-Accessoirs. Außerdem versuchen wir uns an der Abendgestaltung: Ob Student oder Gruam-Gräber, die Hauptstadt bietet manches Fortgeh-Juwel. Das Bob Beaman bietet 80er-Jahre und Feeling und Bass, dass die Röhrenhose flattert. Feiern ohne Ende wollen die Berliner können. Wir haben ausprobiert, ob das auch in München klappt. Der Frage, wie schick und wie locker man hier fortgehen kann, haben wir in Barschick und Barschwein geklärt. Nach langer Recherche haben wir in der Hauptstadt sogar Metaller aufgespürt: Rockin‘ München. Tscharlie, Monaco und Baby sind die Protagonisten in drei sehr wichtigen Serien über München. Die Stadt ehrt durch eine Ausstellung deren Regisseur Helmut Dietl.  Terrorwarnungen und Bierpalast bestimmte eine Silvesterfeier in der Großstadt. Laptop und Lederhose war gestern, der Bayer 3.0 trägt Tablet und Tracht. Und die kosmopolitische Bayerin greift zum afrikanischen Dirndl. Ganz hoch hinaus kommen wir auf der Zugspitze, Top of Germany. Ein Abstecher ins katholische Zentrum Bayerns führt uns nach Altötting. Trotz Autobahnnähe ist der Moar in Wilparting einer der schönsten Biergärten Bayerns. Den größten Biergarten der Welt, den Hirschgarten, haben wir auch besucht. Ach ja, gearbeitet wird hier auch: Zum Beispiel im Salzberg. Vom Biergarten ins Café der Macht lehrt uns was von Kuchen, König, klugen Köpfen und im Boden vergrabenen Schätzen. Drei Klöster im Pfaffenwinkel zeigen uns Barock und Gärten fürs Auge und die Seele. Die Bahn sogt für eine Zwangspause in Freising, aber auch für eine Gelegeneit, dort gut zu speisen. Diese drei Cafés in München sind Kult und sind zu besuchen! Das Airbräu am Münchner Flughafen ist Europas einzige Flughafenbrauerei. Kurz vor der Grenze zu Österreich finden wir im Waller zu Reisach einen wunderschönen Biergarten, ein wunderschöneres Kloster und ein wunderschönstes Wirtshaus.

Niederbayern

Da ist der Hund g’freckt. Nix los in Unterbayern? Bis jetzt haben sie sich schon mal durch Kaffeestand-Kultur verdient gemacht. Richtig viel los ist auf der Landshuter Hochzeit, das größte und authentischste Mittelalterfest Europas. Neben der ultimativen Feierei blicken wir hinter die Kulissen: Ob Kämpfer, Feuerschlucker, Spielleute, Tänzer, Fahnenwerfer oder Ritter, die verschiedenen Gruppen machen die LaHo erst zu dem fröhlichen Riesenspektakel. Ein Abend in Passau zeigt, wie raffiniert einfache Lokalitäten sein können. Innstadt und Ilz sind in der Domstadt ausgezeichnete Besuchsziele abseits der großen Touri-Ströme. Die Passauer Innenstadt zeigt Bayern auf enorme Weise verdichtet. Und mit dem niederbayerischen Blutwurz kann man sogar Berliner Aggro-Typen in die Flucht schlagen. Der Ursprung des politischen Aschermittwochs liegt in Vilshofen, wir schauen einmal bei den Sozen vorbei. Eine Alternative zum Hotel kann auch die Übernachtung im Kloster sein. Es rentiert sich auf jeden Fall, wie in Niederaltaich. Ein Besuch in der Gläsernen Scheune in Viechtach zeigt und den fantastischen Realismus, die mystische Sagenwelt Bayerns.

Schwaben

Die Schwaben, die zu uns gehören. Sie sind mit den Schwaben von drüben spinnefeind. Auf einem 30. Geburtstag finden wir heraus, was Kalkbrenner mit Maultaschen zu tun hat. Im Allgäu gibts lecker Käse, und einen Trip zu zwei verschiedenen Arten des Katholischen. Augsburg bietet Preziosen aus Papier, nämlich ganz besondere Handtaschen. Neben ordentlich Essen suchen wir nach der Hipster-Ikone Bud Spencer. Außerdem besuchen wir einen der wenigen bayerischen Berufsjäger. Die bayerische, ja deutsche Ikone finden wir in Schwaben: DAS Schloss, auch bekannt als Neuschwanstein. In Pfaffenhofen an der Zusam steht der Gasthof Straub, ein Dorfwirtshaus mit klassizistischer Historie. Klöster sind derzeit nicht gerade überlaufen, dennoch füllen sie sich bisweilen mit Leben, etwa im Kloster Holzen nördlich von Augsburg.

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