Der Wagner-Keller in Kemmern

Noch ists draußen ab du zu sonnig, auf in den Biergarten, diesmal folgen wir einer speziellen Empfehlung: Zum Wagner-Keller in Kemmern. Die Brauerei Wagner in Kemmern ist nicht zu verwechseln mit der Brauerei Wagner in Merkendorf.

Anstehen fürs kleine und große Glück.

Anstehen fürs kleine und große Glück.

Nicht leicht zu finden für Außenstehende. Wir fragen uns im Ort durch und erfahren, der Keller ist ordentlich außerhalb. Wir überqueren eine Brücke und fahren über einen Feldweg auf der beschriebenen Route. Rechts geht’s zum Leicht-Keller. Die haben zwar keine eigene Brauerei, aber dafür eine Hausschlachtung. Die kommen dann das nächste Mal dran. Ein Kleinwagen kommt uns entgegen, einige Jugendliche sitzen bei heruntergelassenen Fenstern in den Türen und halten sich am Dach fest. Mei, am Dorf is halt noch lustig und gefährlich.

Endlich ist der Keller erreicht. Wir stellen das Auto ab und steigen hinauf zum größer ausgebauten Keller-Haus. Heute gibt es gegrillte Makrelen und Forellen. Da wir zu dritt sind, bestellen wir uns zunächst einmal die Kellerplatte für 7,50.

Die ist eine Hausmacherplatte mit zusätzlich Käse. Nun, die Hausmacherplatte könnte man schon a wengerl schöner gestalten. Einfach nur so die Wurstradeln auf dem kahlen Teller, noja. Dafür ist der Teller der Kellerplatte überreichlich belegt. Hier muss ich zum ersten Mal zugeben: für eine Person nicht zu schaffen.

Augen auf, Mund auf, Mund zu, Augen zu, und sich von einer Fleischwelle ins Reich der Träume tragen lassen

Augen auf, Mund auf, Mund zu, Augen zu, und sich von einer Fleischwelle ins Reich der Träume tragen lassen

Der weiße Presssack ist recht würzig und enthält nicht so viel Ziederer wie die oberpfälzische Variante. Der rote Presssack ist ein Gedicht, wie Weihnachten. Die Göttinger passt, der Camembert ist so lala, genauso wie der Rougette. Der Obazde, mei, da hat man nicht viel falsch gemacht. Der Edamer ist ganz nett, der Ziebeleskäs gut, die Sauergurke tippitoppi. Die Leberwurst geht schon. Das Dosenfleisch, oder wie auch immer man hier diesen eingelegten Rollbraten nennt, schmeckt äußerst delikat. Sehr fein ist auch das Brot.  Leider für die Masse an Käse und Aufschnitt zu wenig. Für etwas mehr Brot muss man einen Euro zahlen. Geldschneiderei!

So, das Hauptgericht wird serviert, die Forelle für 9 Euro. Äußerst geschmackvoll, gut gegrillt und fein gewürzt.

Zum Abschluss noch ein Zwetschgen-Streussel-Kuchen. Da war der Boden leider etwas trocken. Ansonsten passts, wobei man bei Zwetschgenkuchen ja nicht sooo viel falsch machen kann. Kosten: Vermutlich bei 1,50, mit dem vielen Fleisch im Hirn ist uns der exakte Preis leider entfallen.

Der Ausblick, in der Ferne grüßt Kemmern

Der Ausblick, in der Ferne grüßt Kemmern

Halt das Bier. Ja, das Bier… Ich muss zugeben: Aufgrund einer leichten Vorbelastung durch Kerwa-Besuch haben wir alle Radler bestellt. Für 1,90 die Halbe passt das. Und es hat uns wohl geschmecket.

Noch ein schöner Blick ins Tal, und dann wuchten wir unsere Körper wieder hoch und fahren wieder zurück Richtung Bamberg.

Fazit: Ein lohnendes Ausflugsziel. Für die Kellerplatte aber unbedingt Unterstützung mitnehmen.

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