Der Weltenburger Biergarten am Dom

Biergartenzeit!!!!!!!!!!1!11!!!!elf!!!

Wir marschieren durch Regensburg, die Sonne brennt aufs Hirn, uns hungert! Wo gibt’s einen Biergarten (den wir noch nicht besucht haben)? Wir wollen in die Kreuzschänke, das wurde uns sowohl von der Atmosphäre, als auch von der Küche her empfohlen. Doch kurz vor dem Ziel stellen wir fest, der Biergarten hat sonntags geschlossen. Sonntags geschlossen? Wo gibt’s denn sowas??? Am heiligen Sonntag von der Arbeit ruhen und den Bayern verhungern lassen? Ein weiteres Zeichen für die Islamisierung Deutschlands! #dankemerkel

Zwei Bäume spenden Schatten, der Rest muss durch Schirme oder die hohen Mauern vor der Sonne geschützt werden.

Die Sonne brennt allerweil noch, es kommen der Bischofshof und der Weltenburger am Dom in den Sinn. Also weiter. Wir spitzen durch das große Tor in den Bischofshof-Biergarten, hui, schön schaut’s da schon aus. Aber bevor wir uns entscheiden, sollten wir fairerweise auch mal beim Weltenburger vorbeischauen. Schräg über den Domplatz rüber. In einem Tordurchgang hängt schon das Schild Biergarten. Alles schön schattig hier, Tische sind auch noch frei, also hingepflanzt.

Es dauert etwas, bis die Bedienung kommt. Da an den höher gelegenen Tischen durch das Eingangstor ordentlich der Wind pfeift, wechseln wir an einen anderen Tisch neben die Mauer. Da liegen schon zwei Speisekarten rum und wir haben die Qual der Wahl. Es gibt diverses vom Schwein, etwas vom Rind und von anderen Viecherlern. Leider kein Rahmbraten. Auf den hätte es mich besonders glustet. Braten scheinen hier überhaupt (außer dem Schweinebraten) kein großer Standard zu sein.

Eine gute Portion.

Zum Trinken gibt’s ein Maracuja-Schorle für 3,50 Euro, sehr fruchtig und erfrischend. Als Entrée löffle ich die Festtagssuppe für 5,80 Euro. Da sind Leberknödel, Grießknödel und Pfannkuchenstreifen drin. Der Leberknödel ist recht klein, aber herausragend gut, schön weich mit tollem Lebergeschmack. Der ähnlich große Grießknödel ist OK, die Pfannkuchenstreifen recht salzig. Die Sellerie- und gelbe Rüben-Schnitze schmecken gut intensiv. Hm, für 60 Cent weniger hätte ich eine reine Leberknödelsuppe bekommen, da wäre sicher mehr von diesen fantastischen Knödeln drin gewesen.

Als Hauptgang nehme ich das Welsfilet im Bierteig für 12,40 Euro. Ich habe meiner Lebtag noch nie Wels gegessen, mal gespannt wie dieser heimische Fisch so schmeckt. Der Wels ist 1a, festes Fleisch, ganz ohne Gräten, wirklich top! Der Bierteig ist etwas weich, allerdings besser als eine durchschnittliche Schnitzelpanade. Der Gurken- und Kartoffelsalat schmeckt so lala. Die Remouladensoße ist ganz OK. Die Kollegen haben den Schweinebraten, der sieht sehr gut aus.

Der Wels ist ein überraschend guter Fisch.

Da ich die Portion nicht ganz schaffe, lasse ich mir den Rest einpacken, was vorbildlich gemacht wird, sogar die Remouladensoße kommt in einem extra Schälchen.

Außerdem bestelle ich noch ein alkoholfreies Helles für 3,90 Euro. Die Bedienung hat den Italienern an den zwei Tischen nebenan noch zu erklären, aus welchem Tier ein Schweinebraten besteht, und daher dauert es ziemlich, bis das Getränk endlich auf dem Tisch steht. Huch, das ist dann aber schon enorm herb. Schauder.

Wir zahlen und gehen. Wieder zurück über den Domplatz und durch den Biergarten am Bischofshof. OK, der macht schon einiges mehr her was die Architektur und die Bepflanzung angeht. Und die Festtagssuppe wäre einen Euro billiger gewesen. Aber ob es so gut geschmeckt hätte? Schauen wir beim nächsten Mal. Heraus kommen wir an der Porta Praetoria, durch die Straße geht’s vor bis zum im Bau befindlichen Museum der bayerischen Geschichte. Das sieht von der Front schon gut aus, allerdings kommen mir die Betonschraffuren als Wandverkleidung doch recht seltsam vor.

Entspannt im Grünen, mitten in der Stadt.

Über die Eiserne Brücke und die Proskestraße wandern wir dann schön im Grünen am Fluss entlang. Junge Menschen liegen hier rum und sonnen sich, eine Gruppe grillt, alles wirkt aber sehr entspannt und überhaupt nicht überlaufen so wie in anderen Städten.

Fazit: Beim Weltenburger Biergarten am Dom sollte man durchaus etwas Wartezeit mit einplanen. Die Bratenauswahl ist eingeschränkt, allerdings ist die Qualität der Produkte dann doch geschmacklich sehr hoch.

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