Superheld Gartenschau

Bei so einer Aussicht zieht sogar der Franke den Hut

Bei so einer Aussicht zieht sogar der Franke den Hut

Nordostbayern ist die Region des Freistaates, die am meisten Einwohner verliert. An erster Stelle stehen Hof und Wunsiedel, danach folgt auch schon der nördlichste Landkreis der Oberpfalz, Tirschenreuth. „Oh, Orakel der Einwohnermeldeamts-Statistik, sprich zu uns, was sollen wir dagegen tun?“ Und das Orakel antwortete mit einer Stimme wie aus Erz: „So gehet hin und machet eine Gartenschau.“ Und die Tirschenreuther sagten „Ok“ und taten wie ihnen geheißen ward.

Beginnen wir unseren Rundgang im Haus am Teich. Das ist ein kleines Häuschen gegenüber dem Museumsquartier (dort befindet sich das interessante Fischereimuseum und weitere Ausstellungen zur Geschichte der Stadt). Im Haus empfängt uns angenehme Kühle und riesige, fast deckenhohe Aquarien mit vielen heimischen Fischen darinnen.

Happy Fisch im Haus am Teich

Happy Fisch im Haus am Teich

Auf die ersten Fische hat man nicht genug aufgepasst, und sie schwammen von der Tirschenreuther Teichpfanne über den Jordan. Jetzt kümmert sich jemand Erfahrenes drum und wir bestaunen die großen Karpfen und die anderen ähm, ich hab mir die Namen nicht gemerkt, Moment, ähm, die anderen großen Fische. So nahe wie hier kommt ihnen sonst kaum ein Besucher. Gut, im Schwanenwirt auf dem Marktplatz kommen wir den Karpfen noch näher, aber da haben sie ihr natürliches Habitat gegen eine ebenso natürliche Panade vertauscht und lachen uns neben einer Zitronenscheibe zu. Sauer macht lustig.

Wir informieren uns über die Teichlandschaft und den Zustand der Bäche und Flüsse im Lande. Und erfahren, dass es viele gefährdete Tierarten im Landkreis Tirschenreuth gibt. So, genug gelernt, nach ein paar Schritten stehen wir vorm Eingang. 10 Euro Eintritt, Dauerkarte 40 Euro. Die Stadt rechnete mit 5000 Dauerkarten, zur Halbzeit waren schon 6500 verkauft. Ein Zeichen von gewachsenem Bürgergefühl, so die Stadtväter.

Probleme

Natürlich gab es im Vorfeld auch Konflikte, die wir hier nicht verschweigen wollen!

Vordergrund macht Bild gesund

Vordergrund macht Bild gesund

Da sind zunächst einmal die Anwohner des Fischhofs. Vor der Gartenschau kamen sie über eine kurze Straße von ihren Häusern direkt in die Stadt. Im Zuge der Umgestaltung des Geländes musste die Straße weichen, die Anwohner müssen nun einen großen Umweg über ein anderes Dorf machen, um zum Einkauf, zum Arzt, etc. zu gelangen. Drei bis fünfmal mehr Zeit, drei bis fünfmal mehr Benzinverbrauch. Ein Kompromiss wäre es gewesen, versenkbare Poller an der Fischhofbrücke einzubauen. Damit zumindest die Anwohner schnell zu ihren Häusern kommen. Die alte Brücke verträgt den Verkehr auf jeden Fall, schließlich fuhren jahrelang die Angestellten des Amtsgerichts darüber. Aber Kompromisse geht die Stadtverwaltung nicht ein, auch wenn sie wohl billiger als ein Gerichtsverfahren gewesen wären. Vielleicht kann’s ja noch nach der Gartenschau eingerichtet werden. Auf das der Friede wiederhergestellt werde!

Der Kirchturm kann fast schon über die Brücke drüberschauen

Der Kirchturm kann fast schon über die Brücke drüberschauen

Der nächste Kritikpunkt geht alle Bürger der Stadt an. Tirschenreuth ist schon verschuldet, und es gibt keine Anzeichen, dass sich die finanzielle Lage in der nächsten Zeit deutlich bessert. Soll man da noch so ein Großprojekt stemmen? Oder gerät das Städtchen dadurch in eine Schuldenfalle, wie die bankrotten Orte des Ruhrgebiets? Wäre es nicht besser gewesen, das Geld zu nutzen um Investoren und Firmen in die Stadt zu locken? Und da sind wir schon beim casus cnaxus. Wie macht man sowas? Tirschenreuth versuchts mit der Verlagerung von Ämtern in die Stadt und der Verbesserung des Lebensgefühls. Und zu Letzterem gehört das Projekt Gartenschau. Wer weitere Vorschläge hat, schreibe sie auf ein 10 Meter großes Plakat, das er neben dem Rathaus aufstellt. Oder er postet sie hier in den Kommentaren.

Gartenschau öffne dich!

Im Hintergrund grüßt der Ahornberg

Im Hintergrund grüßt der Ahornberg

Jetzt gehen wir endlich mal rein! Linkerhand ein Souvenirshop mit heimischen und bayerischen Erzeugnissen und ein Hotel, rechterhand das Restaurant „Seenario“. Darüber habe ich im Vorfeld einige Kritik gehört, mein Essen kam jedenfalls schnell und die Bedienung war überaus freundlich. Wer da auch schon mal war, kann seine Erfahrungen wieder mittels Kommentars hier posten. Der Steakhouse-Burger macht satt und schmeckt, allerdings hätte das Fleisch einen Tick saftiger sein können. Der Oberpfälzer Hugo mit schwarzem Hollunder- oder Johannisbeersirup mundet anfangs sehr, später bekomme ich von der extremen Süße fast eine Gänsehaut. Es gibt jedoch auch ein typisch regionales Paulaner-Bier aus München. Pfff.

Schmetterlinge können nicht weinen... in Tirschenreuth müssen sie es auch nicht

Schmetterlinge können nicht weinen… in Tirschenreuth müssen sie es auch nicht

Tirschenreuth war jahrhundertelang von zwei gigantischen Stadtteichen umgeben. Die haben die Bewohner Anfang des 19. Jahrhunderts abgelassen. Kurz danach brannte das Städtchen ab. Ein Zeichen? Wohl nicht. Jedenfalls gibt es dank der Gartenschau nun wieder etwas mehr Teich. Und über einen Teil davon gehen wir nun auf der Max-Gleißner-Brücke. Eine in Europa einmalige Spannbandbrücke. Die Holzkonstruktion soll an Schilf erinnern. Wäre ich von alleine nicht drauf gekommen. Aber weitaus schöner als dieses Baugerüst in den Waldnaabauen. Und die Brücke schwingt. Ganz leicht. Denn man hat mehr Trägheits- und Schwingungsdämpfer verbaut als in der Enterprise, Jean-Luc Picard würde weinen vor so viel Technologie.

Zeitreise

Dass es im Mittalter so viele Hinweisschilder gab, wissen viele Besucher gar nicht

Dass es im Mittalter so viele Hinweisschilder gab, wissen viele Besucher gar nicht

Vom 24. Jahrhundert gelangen wir ins 11. Jahrhundert. Auf der anderen Seite erwartet uns eine mittelalterliche Hütte. Die zeigt uns, wie man früher gelebt hat. Und vor allem, welche Pflanzen man damals als Nahrung und als Heilkräuter kannte.  Ein netter Gruß vom Mittelalterdorf im nahe gelegenen Bärnau. Überall sind Pflanzenbeete angelegt mit Blumen und allerlei anderem schönen Gesträuch. Zwei Fischtreppen gluckern gemütlich vor sich hin, ja, in den Teichen leben schon allerlei Kiementräger. Große Sitzkissen, Liegestühle und sich schnell erwärmende Steine laden ein zu Rast und Ruh.

So lebt man heute noch in Bärnau

So lebt man heute noch in Bärnau

Viele Besucher, die von Nord oder Ost in die Stadt kommen, fahren erst einmal an einem großen, mit Baugerüsten umhüllten Gebäude vorbei. Dem Besitzer dieses großen Hauses gehörte auch die stillgelegte Brauerei, die für die Gartenschau teilweise abgerissen wurde. Dafür hat die Stadt ihn Gerüchten(!) zufolge überaus überaus überaus reichlich entlohnt. Mit dem Geld sollte er eigentlich auch dieses große, zentrale Gebäude sanieren, das einen schon sehr abgewrackten Eindruck machte. Da hätten die Besucher aus der ehemaligen Sowjetunion ja auch daheim bleiben können um sowas zu sehen. Überhaupt kein Aushängeschild für das neue, schöne Tirschenreuth. Restauranttester, die das darin gelegene Wirtshaus prüften, schrieben in ihrer Kritik, man solle sich nicht vom Äußeren abschrecken lassen, die Küche koche wesentlich besser. Das Lob der Küche kann ich voll unterstützen. Die im Gasthof Anker angebotenen Speisen sind weit über dem Durchschnitt, preislich günstig und die Leberknödelsuppe zählt zu den Besten überhaupt.

Auf solchen Fischtreppen lernen die Wasserbewohner das Bergsteigen

Auf solchen Fischtreppen lernen die Wasserbewohner das Bergsteigen

Kurzum: Die Gartenschau naht und das Haus schaut von außen aus wie die Sau (Werbestrategen hätten das Haus aber immer noch als „stone-washed“ mit „used-look“ vermarkten können). Doch während sich unser Städtchen ans Bauen und Herrichten für das große Ereignis machte, passierte mit dem Anker – nichts. Irgendwann hieß es, der Besitzer wolle zumindest mal die Fenster neu streichen lassen. Hmmm, überaus sinnvoll wenn man die oberen Stockwerke wegen Baufälligkeit nicht mal mehr betreten darf. Doch dann, nach nur einigen Jahren Däumchen drehen rollten pünktlich mit den Touristen die Baumaschinen an. Na also, es geht doch. Zwar langsam und zu spät für die Gartenschau aber es geht. Und wenn dann die Gartenschau-Besucher weg sind, haben wir ein noch schöneres Städtchen ganz für uns alleine. Ha! Doch wir belauschen die Touristen und können es kaum glauben, das hört sich fast so an als wollten die wiederkommen. Na sowas. Dazu später mehr.

Das Zentrum der Gartenschau

Spieß dir ja nicht den Kirchturm ins Auge!

Spieß dir ja nicht den Kirchturm ins Auge!

Jetzt kommen wir in den Fischhof. Der wurde von den Waldsassener Äbten auf einer Insel im damaligen oberen Stadtteich angelegt und beherbergt heute das Amtsgericht. Auch hier drin finden wir einen reizend angelegten Garten mit modernen Kunstwerken und Nutzpflanzen. Leider haben gefräßige Besucher alle roten Him-, Erdbeeren und Tomaten schon weggemampft. Dafür können wir uns an einem Stand mit heimischen Likören eindecken, bevor wir uns eine der zahlreichen kulturellen Angebote widmen, die hier im Innenhof dargebracht werden. Zum Beispiel ein modernes Theater über den in Tirschenreuth geborenen Johann Andreas Schmeller, der das bayerische Wörterbuch verfasst hat (ganz, ganz wichtig für alle Bayern!). Sogar eine Äthiopierin zieht vor Schmeller den Hut und parliert schon auf Oberpfälzisch. Im Theaterstück selber lernen wir, dass der dialektale Ausdruck: „Heit stäit owa Scheißn im Kalender“ einen Tag voller Hektik und Stress bedeutet. Wie modern!

Diese Oma hat einen ziemlichen Dickkopf

Diese Oma hat einen ziemlichen Dickkopf

Im Fischhof-Innenhof gibt es eine Bank unter einem alten, großen Baum. Darauf sitzt die Oma, DIE OMA! Eine herzallerliebste Skulptur, neben der sich so ziemlich jeder fotografieren lässt. Doch die Oma kommt nicht aus Tirschenreuth, sie hat einen Migrationshintergrund. Die Skulptur zieht nämlich von einer Gartenschau zur nächsten. Schließlich ist die freundliche alte Dame laut Erklärtext die „sympathische Botschafterin der BetonBauteile Bayern und Betonmarketing Süd“. Wer hätte gedacht, dass sich dieser Baustoff in Form einer Beton-Oma auf einer Gartenschau findet?

Die Brücke

Wir informieren uns noch kurz über Energiepflanzen und Windräder und spazieren anschließend über die Fischhofbrücke. Diese wunderschöne Brücke errichtete ein Mönch und Baumeister des Waldsassener Klosters im 18. Jahrhunderts, Philipp Muttone. Er orientiere sich beim Bau an der steinernen Brücke in Regensburg. Damals hat man fei noch bauen können! Rund 200 Jahre stand die Fischhofbrücke auf dem Trockenen. Einige Wagemutige kämpften Jahrzehnt um Jahrzehnt, um ihr wieder nasse Füße zu machen. Allen voran der verstorbene Max Gleißner, nach dem ja auch die Schwing-Brücke benannt ist.

Massiver Granit, so baut man in der Oberpfalz, das hält ein paar Jährchen

Massiver Granit, so baut man in der Oberpfalz, das hält ein paar Jährchen

Im Blumenschau-Pavillon lassen sich, na was wohl, Blumen anschauen, davor befindet sich ein Restaurant/Café, das zumindest auf der Karte wohlschmeckende Speisen verheißt. Probiert hab ich da noch nix. Wie einige Bürger auf Facebook schreiben, scheinen die Arbeitsverträge mit den Catering-Angestellten nicht gerade die feine englische Art zu sein, sondern eher von raubtier-kapitalistischem Interesse getrieben zu sein. Auch hier bitte ich die Leser mit Insider-Wissen, dies näher zu beschreiben oder zu widerlegen.

{Update: Mittlerweile haben nicht nur unsere Leser, sondern auch der DGB Bayern Vorwürfe am Caterer laut werden lassen (Der übrigens nicht das Seenario betreibt!). Diese Vorwürfe will die Gartenschau laut einer Pressemeldung nun prüfen.}

Für die jungen Leute gibt’s einen Skate-Park. Eine Schiffskonstruktion am Seeufer mit Kreuz von der katholischen und evangelischen Kirche nutzen die beiden Konfessionen, um hier am Abend um 5 nach 5 täglich eine Andacht abzuhalten. Eine gute Idee, um dem Schöpfer für die schöne Natur zu danken. Der kunsthistorisch interessierte Mensch hätte vielleicht noch gern in die Kapelle am Fischhof reingeschaut, wo wir schon beim Thema Kirche sind.

Die Ähnlichkeit zur steinernen Brücke ist ziemlich deutlich

Die Ähnlichkeit zur steinernen Brücke ist ziemlich deutlich

Diverse Aussichtskästen informieren über die Natur in der Region oder über die bedeutenden Kirchen im Lande. Eine Storchenlandebahn bietet dem Klappervogel und seinem Happa-Happa als Feuchtbiotop Lebensraum und Nahrung. Während anderswo in Bayern der Flächenfraß die Landschaft verschlingt, geben die Tirschenreuther der Natur ein Stück zurück. Hier schluckt höchstens Adebar ein paar Frösche runter. Auch ein kleiner Biberbau wurde nachgebaut, Kinder können reinkriechen und sich als Biber fühlen. Hoffentlich fällen sie danach keine Bäume. Überall stehen Kunstinstallationen, von faszinierenden Glasschmetterlingen bis zu leuchtenden Kunststoffblüten. Und wer scharrt denn da?  Auf der anderen Seite des Netzbaches laufen tatsächlich noch freie Hühner unter den Bäumen herum. DAS sind glückliche Hühner.

Oben auf einer Aussichtsplattform bietet sich das totale Panorama auf den Fischhof, seine Brücke und die Türme der Stadt. Ein Mann neben mir meint zu seiner Frau: „Da muss’d fei lang suchen, bis’d so a Gaddnschau findst. So a idyllisches Schdäddchen. Midd den roddn Hausdächern da in einer Linie.“ Mei, ein Lob von einem Franggn, sowas hört man doch gerne.

Und, wie geht’s weiter?

Ob die Gartenschau tatsächlich den Stolz der Tirschenreuther auf ihr „gar hübsch gelegenes Tuchmacherstädtchen“ (Goethe) nachhaltig befördert?

Schön ist das Gelände, wie wir gesehen haben, auf jeden Fall. Und das Engagement in all den Kulturangeboten zeigt, dass sich viele Bürger mit dem Projekt identifizieren. Ob sich hier deswegen ein Unternehmen ansiedelt und die Abwanderung stoppt? Der Schein ist jedenfalls da, und in der heutigen Zeit bestimmt ja der Schein das Bewusstsein. Und das wiederum bestimmt das Sein, also eine bessere Zukunft.

Für diese Pril-Blumen mussten die Tirschenreuther lange abspülen

Für diese Pril-Blumen mussten die Tirschenreuther lange abspülen

Die steht aber in den Sternen. Vielleicht sogar in den Zoiglsternen. Seit Jahren plädiere ich für ein eigenes Kommunbrauhaus  Tirschenreuths. Der Gartenschau-Zoigl muss von Gambrinus in Weiden gebraut werden. Peinlich, peinlich (gerade in Zeiten des Streits zwischen Kommunbrauhaus- und Brauerei-Zoigl). Was Mitterteich und Falkenberg können, sollte doch für die Kreishauptstadt kein Problem sein. Dafür hätte man die Sudkessel der Schels-Brauerei nutzen können, die verkaufte man aber nach Russland. Doch vielleicht hat ja noch das Baierl-Bräu oder der Gasthof Kühn noch die Maschinen parat, die es für ein Kommunbrauhaus braucht? Eine gelebte Zoiglkultur fördert den Zusammenhalt und den Lokalpatriotismus. Denn die Gartenschau zieht weiter. Der Zoigl bleibt. Nur bei uns. Und wenn die Damen das neugewonnene Erholungsgebiet bewundern, dürfen sich die Herren der Schöpfung auf die vielen verschiedenen in Tirschenreuth gebrauten Zoigl freuen. Schließlich soll der Geist der Gartenschau ja weitergetragen werden. Kurz bevor ich das Gelände verlasse, höre ich nämlich eine ältere Dame sagen:

„Dou glabst niat dass’d in Dirscharaath bist, sua schäi is des!“

4 Kommentare

  1. Nordostbayern war schon immer die Región wo sich Fuchs und Hos Gut Nacht gsagt hom.In jedem Land gibt es diese benachteiligten Landesteile ,weil diese zu abgelegen,zu eingeschlossen oder dort zu wenig geboten ist.Schleichend kündigte sich die Chronik des Industrietods der Stadt in den 90iger Jahren an und auch die Gastronomie schien vom Aussterben bedroht zu sein,denn wenige Lokale konnten sich über Wasser halten.Dabei hat das Städtchen Tirschenreuth durchaus ein Potenzial das auch für Fremdenverkehr geeignet ist.Natürlich kann man nicht nur auf Ausflügler und Touristen bauen und die Ansiedlung einer oder mehreren namhaften Firmen wären genial.Meistens fängt das Dilemma der Ab und Auswanderung nach dem Schulabschluss an ,denn in Tirschenreuth gibt es keine Uni,keine Weiterbildung und keine Berufsschule .Die Jungen müssen erstmal hinaus in die Welt .Oft bleiben sie dann hängen in der Stadt wo sie lernten und studierten ,lernen ihren späteren Lebenspartner kennen oder benutzen die Stadt wo sie studierten als Sprungbrett für ihr späteres Berufsleben.Aber überlegen wir doch mal,ist es denn überhaupt möglich dass eine Stadt mit 9.000 Einwohnern nur annähernd dasselbe an Lebensqualität bieten kann wie eine Gross – oder mittelgrosse Provinzstadt,wo oft ein Flughafen so zusagen vor der Haustür liegt und die Tore zur grossen weiten Welt öffnet .Nehmen wir einmal die lebens und liebenswürdigsten Städte der Welt wo sich die Kriterien des Rankings auf politische Stabilität,niedrige Kriminalität,,ökonomische Bedingungen ,geringe Umweltverschmutzung,Wasser und Stromversorgung Gesundheitsversorgung beziehen .Beim gut ausgebautem Verkehrsnetz müsste jetzt Tirschenreuth leider passen denn nach dem Stilllegen der Gleise wurde der Bahnhof „des Hastatzbockels“ sogar abgerissen.Aber beim Freizeitwert,da könnte man schon eher wieder mithalten .Badeweiher und Schwimmbad bieten Abkühlung im Sommer im Winter locken nahe Skigebiete .Historische Ausflüge bieten sich in die ehemalige Tschechei an und ein Besuch in Franzens oder Marienbad lohnt sich .Das Waldnaabtal lädt ein zum Wandern und Wellnessliebhaber kommen im nahgelegenem Sybillenbad auf ihre Kosten .Durch die Gartenschau hat sich Tirschenreuth gemausert ,der wie vor 200 Jahren angelegte Stadtteich macht es möglich darum herum zu wandern durch wunderschöne Natur.Die Besucherzahlen sprechen für den Erfolg ,zweifellos eine Verschönerung der Stadt.Die Anwohner sind begeistert und manche wollen gar nicht mehr heraus aus der Gartenschau .,gehen mit der Dauerkarte fast täglich hin.Die Fremden werden immer wieder gerne zurück kommen um diesen herrlichen Rundgang zu wiederholen.,ab September 2013 dann ohne Eintritt.Natürlich ist die Stadt als Ausflugsort noch nicht perfekt ,ein paar Dinge sollten noch renoviert werden,,auch Fussgängerübergänge oder Fahrradwege müssten noch geschaffen, eine Lösung zum Parken gefunden werden.Die Gartenschau hat es geschafft fast alle ihre verlorenen Söhne der Stadt zurückzurufen,doch einmal wieder das Heimatstädtchen zu besuchen,sich ein Bild zu machen,zu überlegen auf Grund der ansteigenden Indexkosten in deutschen Grossstädten ,nicht doch den Lebensabend in der eigenen Heimat zu verbringen.fast ist es wie früher ,man geht in die damalige Stammkneipe trifft alte Freunde .Denn Freundschaften halten in Tirschenreuth ein Leben lang,da lassen sich die Oberpfälzer nicht lumpen.3 Schwestern unterhalten sich,alle in Tirschenreuth geboren aber jede lebt in einer anderen Stadt.Jetzt wollen sie sich eine Wohnung nehmen und wieder mehr Zeit in diesem schönem Ort verbringen.Plötzlich denken viele so und sind wir uns mal ehrlich die Inmobilienpreise haben in Tirschenreuth fast ihren Nullpunkt erreicht.Besonders renovierungsbedürftige Objekte sind sehr günstig zu haben Vielleicht entscheidetsich der eine oder andere für ein solches Objekt um wieder öfter in Tirschenreuth Urlaub zu machen und die Schönheiten der Stadt noch oft zu geniessen.Schon purzeln die ersten Ideen,man möchte gerne ein Musikpub eröffnenAuch fängt der Eine oder Andere an sein Elternhaus zu renovieren.Sind das alles Zeichen eines neuen Aufblühens der Stadt ?.Bloss jetzt keine Fehler machen ,den richtigen Anschluss an die Gartenschau finden ,dann geht das Tuchmacher und Industriestädtchen Tirschenreuth einem neuen Zeitalter des Aufschwungs und der Atraktivität entgegen,wertvoll für seine Einwohner und wir die nicht mehr dort wohnen können stolz auf unsere Geburtsstadt sein.

  2. Die Dame hat voll Recht. Senorita Weininger, puedes hacer un Ballermann en Tirschenreuth? O una discoteca con Mickie Krause? Beim Musikpub werd ich im Urlaub/Pensionistenalter Stammgast!

  3. Egal wo wir wohnen in der USA ,Spanien ,Hawai Norddeutschland ,Ruhrgebiet oder Bayernland Wir Auswärts-Tirschenreuther haben eins gemeinsam ,wir denken oft und gerne an unser „Tirschnrath“ unseren Ursprung zurück unsere ersten Handstände ,Schuljahre oder Kindergartenjahre.Gerne kommen wir nach Tirschenreuth und verbringen dort unsere Ferien.

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