Zitate und Anekdoten

Hier finden sich weise Sprüche und muntere Geschichten, die das Leben der Bayern treffend beschreiben. Wer solcherlei auch zu berichten weiß, kann die Liste gerne über die Kommentarfunktion weiterführen.

„Wir Bayern sind kein gottesfürchtiges, sondern ein gottanhängliches Volk.“

 (Oskar Maria Graf)

„Wer a so redt wia eahm da Schnabe gwachsn is, des is a Mon ohne Falsch, des is a aufrechter Baier.“

(Volksweisheit)

Nun ja, tatsächlich gibts auch Schlitzohren, die bayerisch reden. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wer einen Dialekt hat, der hat eine Heimat, der kommt von wo her. Der hat dort eine Verankerung und ist authentisch.

„Liaber boarisch sterbn wia kaiserlich verderbn.“

(Volksweisheit)

Hu, das klingt schon so nach Sterben fürs Vaterland, etwas, dass man bei den Bayern nicht vermuten möchte. Tatsächlich stand Bayern immer zwischen den Österreichern und den Preußen, Und meistens wollte der eine oder der andere Kaiser, das Bayern für ihre Sache sterben sollten. Ja, sogar ein Franzosenkaiser hat die Bayern ordentlich verheizt. Also mit den Kaisern stirbt der Bayer auch. Am besten man lebt boarisch, sollen sich die fremden Kaiser doch selber verderben.

„Die übrigen Stämme Germaniens haben von den Bayern die Sprache bekommen.“

(Froumund vom Tegernsee)

„Der Bayer geht nit gern aus in fremde Landt, gern anhaims eraltet“ (wird lieber daheim alt)

(Aventin)

Lange Zeit haben Bayern als Erzbischöfe Köln regiert, einen haben die Kölschen ganz ins Herz geschlossen:

„Bei Clemens August trug man blau und weiß, da lebte man wie im Paradeis!“

Vielleicht haben sie für ihre lockere Lebensart am Rhein ja auch ein bisserl was von uns Bayern gelernt…

„Heute ist die gute, alte Zeit von morgen.“

(Karl Valentin)

„Zwoa Quadratmeter g’langen auf d’Letzt,

a so is am Menschen aufg’setzt;

drum woas i nix Bessers, nix Feiners,

wiar a frische Maß Bier und a Schweiners.“

(Georg Lohmeier)

It’s nice to be a Preiss

but it’s higher to be a Bayer

and it’s the greatest Stolz

to be from the Oberpfolz!

Am 8.Tag erschuf Gott die Dialekte.
Alle Völkchen waren glücklich.
Der Berliner sagte: „Icke habe nen tollen Dialekt,wa?“,
der Hanseate sagte: „Mein Dialekt is dufte!“,
der Kölner sagte: „Mit meinem Dialekt feiert man Karneval!“
Nur für den Oberpfälzer war kein Dialekt übrig.
Da wurde der Oberpfälzer traurig…
Irgendwann sagte dann Gott: „Ou mei, Bou, nouchad redst hold sua wöi iech!“

Bayern ist schöner, erfolgreicher und innovativer, da müssen wir doch den Anderen die Illusion lassen, dass wir wenigstens Deppen san

(Seppi, ich glaub aus Quer)

Anekdoten von Ludwig I.:

„Es ist kalt. Der König geht im Hofgarten spazieren und trifft auf einen Studiosus, der lesend auf und nieder geht. Der leutselige Monarch, der von dem Studierenden nicht erkannt wird, fragt: „Mein Lieber, warum arbeiten Sie nicht auf Ihrem Zimmer?“ Der Student antwortet – immer nebenbei lesend und kaum aufsehend: „Ich hab kein Geld fürs Holz.“ Der König erwidert: „Warum wenden Sie sich nicht an den König?“ Da sagt der junge Mann: „An den Geizkragen Ludwig? Niemals. Dazu wäre das Papier zu schade.“ Schon am nächsten Tag fuhr man dem Studiosus einen Klafter Scheiter vor die Haustür mit einem kgl. Billet, auf dem geschrieben stand: „Für die Erwärmung der Wissenschaft! Ludwig der Geizige.““ (aus Lohmeier, Liberalitas Bavariae, S. 249 f.)

Als das Innenministerium einmal die Kirwas, Kerwas, Volksfeste etc. einkürzen wollen, meinte der König: „Keine Herrnhuter sollen die Bayern mir werden, sondern froh und munter nach getaner Arbeit seien sie stets, wie Goethe sich ausdrückt. Volksfeste, worin sich vor allen Teutschen das Königreich Bayern hervortut, sind erfreulich – zu bedauern, gingen an einem Orte sie ein.“ (ebda, S. 263)

Aus Sparsamkeitsgründen (der wunderbare Umbau Münchens musste finanziert werden) hatte Ludwig sogar seinen Kammerdiener entlassen, mit den Worten: „Anziehen kann ich mich selber und ausziehen will ich mich nicht lassen.“ Auf einem Empfang in Aschaffenbrug schneuzte er in sein altes, sogar geflicktes Taschentuch. Als ihn eine Dame der Gesellschaft darum etwas befremdet ansah, meinte er, das Schneuztuch schwenkend: „Gändige Frau, Sie wundern sich über mein Taschentuch? Doch glauben Sie mir, ohne das da, gäb’s keine Pinakothek und keine Glyptothek.“ Tja, dem König waren gesunde Finanzen das A und O: „Grundlage, nicht Zweck sind gute Finanzen dem Staat!“ (ebda.). Was wusste dieser König vor 200 Jahren, was unsere ach so gscheiden Politiker heute nicht mehr wissen?

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